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Stuttgart, i will goa keen fräche Gosch han, aber für mich war das erste Konzert in der Hanns Martin Schleyerhalle nach dem 11.09.2004 ein Auf und Ab der Emotionen. Was mit typisch schwäbisch sympathischer Zurückhaltung begann, entwickelte sich von Song zu Song immer mehr zu einer ausgelassenen Onkelzparty mit Fangesängen, Pogo und eben allem was dazu gehört. Der Vorplatz zur Halle ist bereits früh gut gefüllt und es zeigt sich ein Bild, was wir bisher in jeder Stadt sehen konnten: Die Fanlandschaft der Onkelz ist heterogener denn je! Da steht der Metaller neben dem Punk, der Punk neben dem Akademiker und der Akademiker neben denjenigen, die heute ihr erstes Onkelzkonzert erleben. Das sind nicht wenige, wie sich nach der Ansage von Stephan gleich zu Beginn herausstellt. Mit Willkommen in der Familie“ begrüßt er die Neffen und Nichten, die größtenteils beim Abschied am Lausitzring noch zu jung waren und heute die besten Onkelz erleben, die es je gab.

Der Einlass rollt problemlos. Nach den beiden Konzerten in Dortmund hatte ich mit der örtlichen Security gesprochen, die meinten, dass sie insgesamt nur 2 Fans der Halle verweisen mussten und das nicht, weil sie aggressiv waren, sondern weil sie zu viel getrunken hatten. Da würden sie selbst bei Helene Fischer mehr Leute rausschmeißen müssen. Sicher auch Ausdruck der Entwicklung der Fankultur bei den Onkelz. Schmunzeln musste ich, als die Security beim Einlass die zur Bühne stürmenden Fans mit Stopp, Stopp, langsamer, nicht rennen“ bremsen wollte, was (erwartungsgemäß) nur mittelprächtig funktionierte.

Beasto Blanco, zu deren Fans ich mich mittlerweile zähle, eröffnen pünktlich um 19:30 Uhr und liefern abermals eine mehr als sehenswerte Show. Eine 45 minütige Zeitreise des RocknRolls, irgendwo zwischen Rob Zombie und Danzig. Der von Natur aus ja eher abwartende Schwabe nickt im Takt, was ohne Zweifel als positives, wenn nicht als ekstatisches Zeichen gewertet werden kann.

Um 20:45 Uhr wird das Licht abgeschaltet. Ein kleiner Schalter mit großer Wirkung in allen Städten, so auch in Stuttgart. Das Hallo Wach für ein erstes Beben der Schleyerhalle kündigt die Onkelz an. Mit Gott hat ein Problem“ und 10 Jahre“ kehrt die Band der Ungeliebten nach mehr als 12 Jahren zurück. Zugegeben, es braucht einen Moment, bis die Halle auf Betriebstemperatur ist. Das erste Highlight des Abends ist für mich Irgendwas für nichts“. Der Song tritt dir einfach so derbe in den Arsch, dass du gar nicht anders kannst, als deinen Torso in Bewegung zu setzen und zu tanzen. Pe, der mit der Präzision eines Uhrwerks trommelt, ist jeden Abend im Tunnel. Schon Stunden vor der Show sitzt er an seinem E Drum und spielt sich warm. Genau wie Stephan und Gonzo. Die vier haben eine Spielfreude auf der Bühne, die es so noch nie in der Geschichte der Onkelz gegeben hat. Jeden gottverdammten Abend verpasst es mir ein fettes Grinsen, wenn ich sehe, wie befreit die Band aufspielt. Jeder Vergleich zur Tour 2004, oder zum Abschied 2005 verbietet sich, weil es der Sache in keiner Weise gerecht wird. Habt ihr mal Gonzo beobachtet, wie er wie ein HB Männchen jeden Winkel der Bühne nutzt? Wie er hüpft, die Gitarre in den Himmel streckt? Wie er die Ränge animiert und immer mehr gesanglich unterstützt? Die musikalische Komplexität der neuen Stücke, die Stimmung innerhalb der Band, die Innigkeit, die Vertrautheit ist allgegenwärtig. Für euch und für uns als Crew. Das allein ist schon Zauber genug. Ein Kevin zu sehen, dessen Bronchien schon seit Tourbeginn stressen, dessen Stimme russellt (damit hätten wir das Thema Wortwitz abgehakt) und der dennoch jeden Abend nicht weniger als Vollgas gibt und alles aus sich rausholt. 2005? Undenkbar! Kevin hatte den Bewegungsradius einer Briefmarke. Und heute? Heute nutzt er die volle Bühne, die Podeste zu jeder Seite, schüttelt die Mähne und feiert jedes Lied. Die Onkelz 2016 sind wieder zu einer homogenen Einheit verschmolzen. Das ist einfach schön zu sehen und ein absolutes Geschenk.

Mit Danke für nichts“ und Bomberpilot“ wird der Innenraum endgültig zu einer pogenden Masse. Manege frei für den Wet T Shirt Contest! Der ein oder andere verzichtet auf die Teilnahme und zieht einfach direkt blank. Ein Strudel der völligen Glückseligkeit taumelt von links nach rechts durch den Innenraum, ehe sich alle erschöpft, aber glücklich, in den Armen liegen. Abermals für mich ein Zuckerstück: Wo auch immer wir stehen“. Einerseits aufgrund der musikalischen Komplexität und andererseits, weil es den von mir weiter oben beschriebenen neugewonnenen Bandspirit in Perfektion beschreibt. Der Beginn, das Klavier von Stefan Weiler begleitet Gonzo, ehe die Stimme von Kevin und dieser tief brummende Bass dich in ein Meer von blauem Licht und Lasern zieht. Wir sind wie Feuer und Eis, schwarz und weiß. Passen nicht zusammen und sind doch beinah gleich“. Zeilen, die auf so viele zwischenmenschliche Erlebnisse passen. Neben mir stehen zwei Männer, die einander sagen: Diese Band darf niemals mehr auseinandergehen“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Auch in Stuttgart sind der Innenraum und die Ränge wieder voller Smartphones, gerade bei den ruhigen Nummern. Freundinnen und Freunde, mal im Ernst, warum? Ich weiß, das Thema hatten wir schon, aber ich verstehe es einfach nicht. Das Netz ist doch schon voll mit Live Aufnahmen, wofür also selbst aufnehmen? Ich sage das ohne Zeigefinger, sondern weil ich möchte, dass ihr diese Onkelz erlebt. Jede Sekunde aufsaugt, statt auf eurem Smartphone zu starren. Lasst es am besten gleich zu Hause oder im Auto. Ihr werdet es nicht bereuen,
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versprochen! Jeder Moment live ist stärker, als die Aufzeichnung dessen. Zumal die Band mittlerweile echt Probleme hat, eure Gesichter in der ersten Reihe auszumachen, weil viele von euch absurderweise das Konzert auf ihrem Smartphone ansehen.

Wir werden die Bühne übrigens zeitnah noch näher beleuchten (der zweite Wortwitz heute) und euch einen Einblick in die beeindruckenden Zahlen geben. Live faszinieren mich die Visuals auf den Leinwänden ganz besonders bei Kirche. Durch die Finger“, die über den ersten Reihen hängen, wird ein räumliches Gefühl erzeugt und man könnte meinen, man stehe in einer echten Kirchenkuppel. Der Song ist ohnehin atmosphärisch in meiner persönlichen Top5 der Setlist. Diese bitterböse Basslinie am Anfang, die auch den Song wieder beendet, dazu das harte Riff und das treibende Drum, runden die wichtige Aussage in einem eher katholisch geprägten Bundesland ab. Das war fett, Stuttgart!

Mit Mexico und Erinnerungen schließen wir Tag I in Stuttgart ab. Was zunächst etwas verhalten begann, avancierte mehr und mehr zu einem absolut gelungenen Comeback in der Schleyerhalle. November 2016 20:48

War mein 2. Onkelz Konzert und nach Hockenheim war ich schon total fasziniert wie die Band sich präsentiert. Ich war mit meiner Freundin und meinem Bruder da und wir konnten uns kaum halten. War ein ober Hammer Mega geiles Konzert und ich werde auch bei der Nächsten Tour wieder am Start sein.

Weiter so Jungs. Und ja mir ist aufgefallen wir Gonzo umher gerannt ist und sich gefreut hat wie ein kleines Kind.

Meine persönlichen Highlights an dem Abend waren das Gittarensolo mit Auf gute Freunde und Kirche.

Auch schön anzusehen war das die Onkelz sowohl das gehobene Alter als auch die Jugend anspricht. Ihr habt es definitiv geschafft mit eurer Musik die Welt zu erobern.

In diesem Sinne bis zum nächsten Konzert.

Einbecker Werner 29. November 2016 12:33

Hallo Onkelz, Stuttgart I war unser erstes Onkelz Konzert. Unser Sohn ist seit über 20 Jahren ein Onkelz. Am Sonntag ergab es sich das wir zusammen mit unserem mittlerweile 32jährigen Sohn im Konzert waren. Leute, meine Frau und ich sind 56 + 57 Jahre und das waren zwei der geilsten Stunden ever. Musik, Bühne und Publikum haben uns total begeistert, selbst heute am Dienstag sind wir noch geflasht. Danke Onkelz das wir das live erleben durften. Doris und Werner aus Burgau

also wenn ihr hier von Bewegung der Musiker schreibt müßt ihr auf einem anderen Konzert gewesen sein. Ich habe selten und ich gehe seit 1980 auf Konzerte eine so bewegungsarme Band wie die Onkelz gesehen, sorry. Wenn man seine Gitarre von Rechts nach Links schwenkt soll das also schon spielfreude sein. Oh ha. Um bei neuen Bands zu bleiben, man hat ja ein junges Publikum, kann man hier als Beispiel Green Day anführen, daß ist Spielfreude. Die Lichtshow ist fett und gut, aber zu kalt für diese Art von Musik.

Die Jungs haben sich außerdem mehrfach verspielt und PE ist alles andere als timingsicher. Abgesehen davon wars ein netter Abend, sagen wir es mal so. Ach ja was auch nicht gerade für Stimmung sorgt, sind die relativ langen Pausen zwischen den Songs. AC/DC hatte dies Thematik in den 2000ern genauso, kein Zusammenhang, zerstört die Stimmung. Wie gesagt daß ist eine ehrlich gemeinte Kritik von Herzen und kein runtermachen der Band um Gottes willen, aber Leute die einem nur in den Hintern kriechen nützen nichts.

Memento gefällt mir übrigens ganz gut, Kevins Gesang könnte ein wenig lauter sein. 29. November 2016 09:46

Eigentlich gebe ich zu Konzerten im Allgemeinen nicht unbedingt meinen Senf ab, da ich das Erlebte einfach in mir und für mich Revue passieren lassen möchte, um meine eigene Vorstellung davon zu bekommen zu Stuttgart Teil I jedoch möchte ich auch gerne etwas loswerden.

Zunächst waren wir zu Viert da, sind morgens angereist und am Montag wieder zurück gefahren, sprich wir haben da übernachtet was auch wirklich gut war, denn als nicht regelmäßiger Konzertbesucher ist man nach solch einem Konzert gerne mal etwas erschöpft. Egal, worauf ich hinaus wollte, 2 von uns 4en waren bis dato noch nicht bei den onkelz, somit also Premiere.

Im Großen und Ganzen kann man dem Text von Marco soweit zustimmen, aber einige Ergänzungen gibt es doch noch.

Etwa 15.30 Uhr waren wir an der Halle und konnten uns die begehrten Bändchen für die vordere Sektion sichern. An dieser Stelle: Richtig geile Sache mit den Bändchen. Bis dato habe ich noch nie erlebt, dass man die Dinger direkt an den Schleusen bekommt, sondern idR immer erst am Wellenbrecher. War so natürlich viel entspannter das Ganze und irgendwo auch fair denen gegenüber, die sehr zeitig an der Halle waren. Großes Lob daher für diese Aktion!

Zur Stimmung vor dem Einlass und den unterschiedlichen Fans wurde bereits alles erwähnt, aber wie diese eine Person, die vollkommen Rakete war, einfach abgefeiert wurde, als sie von 2 Mann rein getragen wurde, das war irgendwo göttlich wenngleich das nicht heißen soll, dass ich sowas gut finde und unterstütze (also die Tatsache sich dermaßen abzuschießen und das Ende bereits vor dem Anfang zu erleben).

Ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, ob es Alkohol oder sonst was war, ich wünsche aber gute Genesung!

Drinnen verlief auch alles reibungslos. Jacke abgegeben, Bierchen geholt, vorne rein, Bühne abgecheckt passt alles.

Störend hingegen war, dass es doch noch Leute gibt, die andere belächeln im besten Fall oder auslachen oder solche nicht als wahre Fanz anerkennen, weil es deren erstes Konzert war. Ich frage mich an dieser Stelle immer, wer da jetzt der wirkliche Fan ist und wer nicht!? Viele sind zu jung, um damals schon dabei gewesen zu sein, aber dennoch können sie genau wie alle anderen, große Fanz des Ganzen sein, oder nicht!? Wenn man die Ganze Sache lebt, versteht um was sich alles dreht, das Große Ganze erkennt, dann ist man für mich ein Fan dafür muss man aber nicht an jedem Konzert gewesen sein,
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jedes T Shirt kaufen und den ganzen Körper voller Tattoos haben. Jeder macht das in seinen Möglichkeiten stehende Bestmögliche.