Canada Goose Deutschland Outlet Kind Schneeammer Berry Das Klassik Jazz Magazin

Canada Goose Deutschland Outlet Kind-Schneeanzug BlauTopaz Das Klassik Jazz Magazin

Diese Musik ist spät dran. Ist voll Süße und Feuer, mit dissonanten Knoten darin, Luftschlangen aus sich kräuselnden Ornamenten und spitzen Stacheln, ganz so, als wollten die Kompositionen der Familie Forqueray, Vater und Sohn, das von der Pomologie bekanntlich nicht unterstützte Bonmot Adornos zu den Spätwerk Früchten bestätigen. Aber was ist hier von wem? Darauf weiß die Edition von Michle Dvrit mit dem Integrale de L’OEuvre“ der beiden keine Antwort (5 CDs; harmonia mundi HMM 95286.896). Von Antoine Forqueray, dem Gefeierten, bester Gambist bei Hof neben Marin Marais, ist ja überhaupt nur ein Zehntel der Werke erhalten. Bekannt ist, was Jean Baptiste Forqueray, der den letzten drei Louis Königen diente, später davon im Druck herausgab, bearbeitete und ergänzte. Dvrit trägt die Cembalofassung (des Sohnes) der Gamben Suiten (des Vaters) entschieden akademisch vor, kein Vergleich zu Furor und Glanz einer Mitzi Meyerson. Auch Kaoro Uemuras Gambe klingt zaghaft. Dafür gibt es siebzehn Zugaben: lauter Forcroys“ anderer Komponisten, Widmungsstücke, die von der Wichtigkeit dieser raffinierten, eine Zeitenwende ankündigenden Nachtmusiken berichten.

Mehrere Dutzend gute Aufnahmen gibt es vom Jahrhundertknüller Le sacre du printemps“ von Igor Strawinski. Auch ein paar sehr, sehr gute, von Pierre Monteux (1956) über Pierre Boulez (1991) bis zu Franois Xavier Roth (2013). Es reichen jeweils dreißig Sekunden im Vergleich, Satz für Satz hineingehört, um festzustellen, dass die Neuaufnahme des Sacre“ mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Krzysztof Urbaski (Alpha/Note 1 ALPHA 292) absolut überflüssig ist. Undifferenziert, ohne Spannkraft. Der als Bonus beigefügte Film will vielleicht eben jene Dynamik abbilden, die man nicht hört.

Auch der Klavierauszug zu vier Händen, aus dem Strawinski kurz vor der Uraufführung im Mai 1913 seinen Sacre“ Coup den Kollegen vorstellte, gemeinsam mit Klavierpartner Claude Debussy, ist schon öfters eingespielt worden, einmal sogar im Playback Verfahren, von nur einem Pianisten (Fazl Say). Unter sportlichem Aspekt ist das ein reizvolles Abenteuer. Doch für die ultimative Referenzaufnahme mussten erst Marc Andr Hamelin mit Leif Ove Andsnes ins Teldec Studio gehen. Es sind nicht nur die Präzisions Exerzitien, die virtuose Wucht, der repetitive Wahn, womit die beiden sprachlos machen. Unwiderstehlich die pastellenen Zartheiten in den Ruhe Blöcken, die variablen Farbenschichten, aus denen Volksliedpartikel aufscheinen und wieder versinken, der trillerzitternde Tanz der Jungfrauen.

Und warum liegt eine fix und fertige Ersteinspielung sieben Jahre lang beim Label auf Halde? Weil kein Opernhaus es wagte, die Chemnitzer Uraufführung der Oper Benzin“ von Emil Nikolaus von Reznicek nachzuspielen. Erst kürzlich kam das Stück in Bielefeld neu heraus. Und so wurde endlich auch der Rundfunkmitschnitt von 2010 veröffentlicht, mit Frank Beermann und der Robert Schumann Philharmonie und einer Riege bestens aufgestellter Chemnitzer Ensemblesänger (2 CDs; cpo/jpc 777653). Große Häuser, die sich das leisten sollten, greifen in solchen Fällen gar nicht erst zu. Sie spielen lieber die xte Tosca“ und provozieren damit einen idiotischen Zirkelschluss, denn erfolgreich ist nur der Erfolg, einer wie Reznicek fällt immer wieder durch. Benzin“ komponierte er 1929 für die Schublade: halb politische Zeitoper, halb zitatendralle, kitschfrohe Revue Operette, mit Foxtrott und einer schönen spätromantischen Schleppe. Gerade so ein Hybrid verlangt hundert Prozent Perfektion. Nur halbgut aufgeführt, verliert das Stück ganz. Beermann ist ein Dirigent, der ein Händchen dafür hat, schon mehrfach bewiesen bei anderen Hybriden, bei Wagner oder Meyerbeer oder Nicolai oder zuletzt, im April, bei Hans Pfitzners Rose vom Liebesgarten“ (3 CDs, cpo/ jpc 777 500).
Canada Goose Deutschland Outlet Kind Schneeammer Berry Das Klassik Jazz Magazin